mondaylife - weil jeder Tag besonders ist

mondaylife - weil jeder Tag besonders ist

Es ist soweit! JA, ich gehe online. Hallo und herzlich Willkommen auf meinem Blog, meinem zweiten Baby.

In den letzten Monaten ist viel passiert. Unzählige kurze Nächte, ein übermäßig und wahrscheinlich schon gesundheitsgefährdend hoher Kaffeekonsum und Geduld, wahnsinnig viel Geduld. Die nicht nur ich sondern auch mein Ehemann aufbringen musste. Und nun ist es soweit und ich freue mich nun Dich hier begrüßen zu dürfen. Schön, dass du da bist.

Heute möchte ich Euch erzählen wie es zu meinem zweiten Baby, meinem Blog, gekommen ist.

Wenn es Euch interessiert, dann solltet Ihr unbedingt weiterlesen.

Fünf Tagebücher mit dichtbeschriebenen Seiten aus meiner Schulzeit liegen sicher verwahrt in meiner Schublade. Unzählige Gedanken, einige Rechtschreibfehler, ganz viel Azra auf so vielen Zeilen, die mich daran erinnern, wer ich bin, wenn ich es gelegentlich vergesse. Ich habe es schon immer geliebt. Schreiben, meine Gedanken in Worte fassen und damit irgendwie greifbarer machen – das ist meine Leidenschaft.

Das letzte Tagebuch begann ich mit Beginn der Schwangerschaft zu füllen. Eine ganz besondere Zeit.
Für mich hatte sich ein großer Wunsch erfüllt, denn ob ich jemals schwanger werden würde,
stand für ein gewisse Zeit in meinem Leben in den Sternen.

Eines Tages in der Buchhandlung entdeckte ich also ein kleines süßes, fast schon nostalgisches Notizbuch.
Leere Seiten, die nur darauf warteten gefüllt zu werden. Und so schrieb ich wieder einmal ein Tagebuch,
aber dieses Mal ein besonderes Tagebuch – ein Tagebuch für meine Tochter.

Diese Schwangerschaft verging wie im Flug und ehe ich mich versah lag ich im Kreissaal.
Sajra kam am 01.06.2015 zur Welt, sie war 48 cm groß und wog 3290 g.
Dieser Moment, jedes Detail hat sich in mein Gehirn gebrannt.

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Wir hatten damals keinen guten Start. Ich konnte Sajra nicht stillen, entweder sie wollte meine Brust nicht oder ich konnte die Schmerzen nicht ertragen. Ich versuchte es mit Abpumpen, für mich eines der wohl erniedrigsten Dinge, die es gibt. In der Schwangerschaft habe ich mich nie damit beschäftigt, ob ich wohl stillen kann.

Es war irgendwie selbstverständlich! - Klar kann ich stillen!

Und so traf es mich unvorbereitet und viel härter. Sajra war ein sehr unruhiges Kind, sie hat viel geweint und schlecht geschlafen. Ich erinnere mich an die ersten Krankenhausnächte,
die ich den Flur hoch und runter ging, weil Sajra weinte und sich nicht beruhigen lies.
Ich aber die anderen frischgebackenen Mütter und deren Babys, die alle seelenruhig schliefen,
nicht wecken wollte.

Meine ganze Geschichte dazu verarbeitete ich mit einem Brief. Anfangs nur für mich alleine. Doch irgendwann hatte ich den Drang diesen Brief zu veröffentlichen. Ich hatte den Wunsch andere Mütter zu erreichen. Das war die Zeit als ich mit Instagram begann. Damals nutze ich diese App hauptsächlich nur zur Bildbearbeitung.

Irgendwann beschäftigte ich mich mehr damit und so wuchs nach und nach auch mein Profil. Ich lernte verschiede Mütter kennen, wir tauschten uns aus und das alles entwickelte sich für mich zu einer Art Hobby.

Damals war Sajra drei Monate. Genau die Zeit, als es endlich bergauf ging. Meine ganze Geschichte dazu könnt Ihr hier auf dem wunderbaren Blog von Janine nachlesen. Als dieser Brief online ging, erhielt ich unglaublich viele Nachrichten von Müttern, die ähnliches erlebt haben. Ich war baff. Eine so großartige Resonanz habe ich nie erwartet. Heute bin ich Janine sehr dankbar. Danke für die Chance, die du mir gegeben hast. 

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Ich entdeckte das Schreiben immer mehr und mehr und füllte die Instagramunterschriften mit unzähligen Buchstaben,
dass ich stets die Kommentarfelder in Gebrauch nehmen musste.

Immer wieder erhielt ich Nachrichten wieso ich nicht einen eigenen Blog starte. Ich fühlte mich nicht bereit dazu. Ich fühlte mich viel zu klein in einer viel zu großen Bloggerwelt.

Herbst 2016 hatte ich einen Autounfall mit meiner kleinen Tochter an Board. Wir hatten damals sehr großes Glück. Ich rammte einen Mast mit der rechten Seite des Wagens. Der Mast riss die gesamte Achse weg. Meine Tochter saß damals ebenso rechts. Es überkommt mich ein kalter Schauer, wenn ich nur an diesen Moment zurück denke. Ein Moment der Bewusstlosigkeit, der Moment als ich zu mir kam und nur noch Rauch sah. Auch dieses prägende Erlebnis verarbeitete ich mit dem Schreiben. Hier hatte ich ebenso das Bedürfnis mehrere Menschen damit zu erreichen. Einfach weil ich eine Botschaft weitergeben wollte. Yavi, meine tolle Freundin veröffentlichte meinen Beitrag auf ihrem tollen Blog und half mir damit sehr.

Denn auch dieser Beitrag ließ nicht lange auf "Leidensgenossinnen" warten. Und so ist man doch nie alleine.

Ich war in meinem Element, allerdings wuchs stets die Lust auf „mehr“. Ich wollte etwas Eigenes aufbauen. Eine Plattform, auf der ich nur über das schreiben kann, was mich wirklich bewegt. Vor allem hat mich mein Mann bewegt, der mir immerzu Mut zugesprochen hat. Ich fühle mich nun endlich bereit.

Das hier ist kein typischer Mamablog. Mondaylife ist mein persönlicher Blog. Mondaylife, einfach weil ich ein Montagsmensch bin. Jeder Tag ist besonders, so wie jeder von uns besonders ist.

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Bilder: © mellygrafie